Vielseitige Impulse zu aktuellen Industrie-Themen aus erster Hand und viel Zeit für Austausch: Die Fachpressetage bringen jeden Februar Industrieunternehmen und Fachredaktionen zu diesem Zweck zusammen. In kompakten Präsentationen stellten auch dieses Jahr Unternehmen ihre aktuellen Schwerpunkte vor und zwischen den Vorträgen wurde eifrig „genetzwerkt“. Unsere Kollegin Nora Crocoll hat mit einem teilnehmenden Unternehmen, einer Journalistin sowie dem Veranstalter der Fachpressetage über Eindrücke, inhaltliche Schwerpunkte und Erwartungen an die Zukunft gesprochen: vier Fragen, drei Perspektiven.
Susanne Woggon, Chefredakteurin bei Tropal Media
1. Beschreiben Sie die Fachpressetage in einem Satz!
Die Fachpressetage sind ein Format, bei dem man mit einer Anreise in kurzer Zeit ein spannendes,
vielseitiges Themenspektrum erlebt und viele interessante Menschen und Unternehmen kennenlernt.
2. Welches Thema wurde oft diskutiert? Gibt es aus Ihrer Sicht ein „Thema des Jahres 2026“?
Cyber Security z.B. mit dem Cyber Resilience Act (CRA) oder der Maschinenverordnung. Beides ist in Vorträgen
immer wieder aufgetaucht. Das hat natürlich einerseits mit der Dringlichkeit zu tun und andererseits ist es
ein Thema, das viele verschiedene Ebenen betrifft: Prozesse, Fertigung, Komponenten.
3. Welche neue Erkenntnis nehmen Sie mit nach Hause?
Der Vortrag „Wie KI das Lügen lernt“ war für mich schockierend. Darin ging es unter anderem um Social
Engineering, also (KI-gestützte) Methoden, bei denen Menschen gezielt manipuliert werden, um vertrauliche
Informationen preiszugeben oder bestimmte Handlungen auszuführen. Als Redakteurin bin ich zum einen eine
öffentlich sichtbare Person – es gibt Informationen über mich im Internet, die für solche Angriffe genutzt
werden können. Zum anderen bin ich auf Input von außen angewiesen. Ich erhalte täglich hunderte Mails, die
ich in relativ kurzer Zeit lesen und bewerten muss. Bislang im Wesentlichen in Hinblick auf die Richtigkeit
der Inhalte und Relevanz für unsere Leser und Leserinnen, künftig aber auch mehr auf die Glaubwürdigkeit der
Absender. Für mich stellt sich da schon die Frage: Wie kann ein sicherer Weg des Informationstransfers
aussehen?
4. Was sollte bei den nächsten Fachpressetagen auf keinen Fall fehlen?
Der schöne Abend, bei dem man in gemütlicher Atmosphäre Kontakte vertiefen konnte, und auch die Kontaktmesse
sollte nicht fehlen. Aber auch die vielen anderen Sachen, die Vorträge, die Gespräche in den Pausen; es ist ein
rundum gelungenes Format, bei dem man nichts weglassen sollte. Höchstens vielleicht den Pudding am Nachmittag.
Den könnte man durch ein Stückchen Kuchen ersetzen.
Christoph Müller, IIoT Senior-Partnermanager in.hub
1. Beschreiben Sie die Fachpressetage in einem Satz!
Sehr informativ, gut fürs Netzwerken.
2. Welches Thema wurde oft diskutiert? Gibt es aus Ihrer Sicht ein „Thema des Jahres 2026“?
KI war natürlich ein sehr präsentes Thema, das sich durch viele Vorträge gezogen hat. Und in meinem Fall war
es das Thema „Energiemonitoring“. Ich durfte mit vielen Menschen darüber sprechen, wie mit den in.hub-Lösungen
Energie- und Prozessdaten endlich nutzbar gemacht werden können für fundierte Prozessentscheidungen.
3. Welche neue Erkenntnis nehmen Sie mit nach Hause?
Ich hätte noch mehr zum Thema Cybersecurity erwartet, stattdessen war KI sehr präsent. Vielleicht hat das aber
auch mit der kognitiven Leichtigkeit zu tun, mit der sich ein Thema vermitteln lässt oder eben nicht. KI
erleichtert uns allen ja bereits jetzt spürbar das Arbeiten, während Themen wie der CRA eine gewisse Schwere
anhaftet. Sie sind komplex und bringen zuerst einmal Pflichten, bevor die Erleichterung kommt. Letzten Endes
ist es eine Herausforderung an die Referierenden, auch solche Themen mit einer kognitiven Leichtigkeit zu
vermitteln.
4. Was sollte bei den nächsten Fachpressetagen auf keinen Fall fehlen?
Wir.
Alex Homburg, Organisator der Fachpressetage
1. Beschreiben Sie die Fachpressetage in einem Satz!
Eine Netzwerkveranstaltung für Industrie und Fachpresse, die Spaß macht.
2. Welches Thema wurde oft diskutiert? Gibt es aus Ihrer Sicht ein „Thema des Jahres 2026“?
Industrial AI ist ein großes Thema, das in vielen Bereichen Einzug hält; auch wenn ich mich frage, wie weit
Digitalisierung und IIoT derzeit schon umgesetzt werden, um das volle Potenzial von AI auszuschöpfen. Aber
auch Cybersecurity (CRA, Maschinenverordnung) war ein häufiges Thema. Für mich persönlich war ein Highlight
das Thema „Regenerative Wirtschaft“; ich würde mir sehr wünschen, dass das in den nächsten Jahren ein Trendthema
wird.
3. Welche neue Erkenntnis nehmen Sie mit nach Hause?
Ich nehme vor allem die gute Stimmung und viele interessante Gespräche mit nach Hause. Und natürlich das viele
positive Feedback. Die Veranstaltung ist schließlich nicht für mich gemacht; da freut es mich, zu hören, dass
das Konzept immer noch funktioniert und gut ankommt.
4. Was sollte bei den nächsten Fachpressetagen auf keinen Fall fehlen?
Die Unternehmen, die dieses Jahr nicht dabei waren! Denn die haben wirklich etwas verpasst. Wir hatten gegen den
Trend ein deutliches Wachstum bei den beteiligten Redakteur:innen. Umso bedauerlicher, dass einige Unternehmen
das nicht nutzen konnten.
Sie wollen Ihre Gelegenheit nicht verpassen, am 2. und 3. Februar 2027 bei den Fachpressetagen dabei zu sein?
Dann melden Sie am besten schon jetzt eine Teilnahmeoption an. Einfach per Mail an: