Mit weniger Aufwand zu besseren Texten
10. März 2026
Texte fürs Content-Marketing extern schreiben zu lassen, bringt manchmal mehr Aufwand mit sich als Nutzen. Briefings plus Freigabeprozesse bis die gewünschte Textqualität erreicht ist, kosten manchmal mehr Zeit, als den Beitrag selbst zu verfassen. Woran liegt das? Gibt es Alternativen?
Dass der Aufwand beim Auslagern von Content-Writing hoch und das Ergebnis oft nicht befriedigend ist, liegt meist daran, dass Dienstleister Generalisten sind. Sie müssen sich erst in technische Themen einarbeiten, um Funktionsprinzipien, Normen, Datenblätter oder Fachbegriffe zu verstehen. Das erzeugt lange Briefings, viele Rückfragen und mehrere Freigabeschleifen. Der Aufwand frisst den Nutzen. Dem Text merkt man dann oft an, dass Autor:innen sich das Wissen nur oberflächlich angelesen haben, ihnen Hintergrundwissen fehlt und sie damit Informationen aus Briefings nicht kontextualisieren können.
Spezialisierte Autor:innen arbeiten anders
Die Lösung des Problems liegt in der Spezialisierung von Autor:innen. Sie bringen Vorwissen mit und verstehen Technik, Systeme und Zusammenhänge bereits vor dem ersten Gespräch. Dadurch wird das Briefing deutlich schlanker. Statt langer Erklärungen reichen Ziel, Zielgruppe, Kernaussagen und Besonderheiten. So lässt sich beispielsweise die Zeit für das Briefing eines Anwendungsartikels effizient auf maximal 30 Minuten reduzieren.
Spezialisierte Autor:innen bringen jedoch mehr als nur Zeitersparnis. Sie können Informationen einordnen: Was ist relevant? Was ist der USP? Was wirkt nur intern wichtig? Auch erkennen sie Argumentationslücken besser und können präzise Rückfragen stellen. Diese Art der Informationsbeschaffung ist wichtig für das Storytelling des Textes. So lassen sich stimmigere Argumentationsketten aufbauen, weil beispielsweise Fragen von Lesenden antizipiert und direkt beantwortet werden.
Vom Fachchinesisch zur Nutzersprache
Diese Spezialisierung bringt oft einen weiteren Vorteil mit sich. Da Autoren regelmäßig zwischen Herstellern und Anwendern „vermitteln“, fällt ihnen oft der Perspektivwechsel leichter. Welche Information ist relevant für wen? Wer versteht welche Fachbegriffe? Wie viel technische Tiefe ist sinnvoll? Sie bringen die Fähigkeit mit, technische Inhalte in die passende Sprache zu übersetzen – für Anwender, Entscheider oder für Fachredaktionen. Gerade in Redaktionen entscheidet das über Annahme oder Ablehnung eines Beitrags. Das Ergebnis: höhere inhaltliche Qualität, weniger Schleifen, klarere Botschaften – und eine deutlich verkürzte Time-to-Content. In Märkten mit kurzen Produktzyklen und hohem Wettbewerbsdruck ist das ein echter Vorteil: Schneller veröffentlichte Inhalte bedeuten schnellere Sichtbarkeit, schnellere Leadgenerierung und weniger Belastung für interne Teams.
Sie wollen wissen, wie eine solche Zusammenarbeit konkret aussehen kann? Dann lesen Sie dazu das Anwender-Interview mit Lisa Ehrlich. Sie ist bei Bürkert Fluid Control Systems zuständig für die Pressearbeit: „PR-Dienstleister mit ausgeprägtem Technik-Verständnis.“
Download InterviewFoto: mit KI erstellt